Ausbildung

Was macht ein Vermesser?

Vermessungstechniker/innen und Vermessungsingenieure/innen sind das Bindeglied zwischen der Realität und der Planwelt. Einerseits werden Sachverhalte, die in der Örtlichkeit für eine Planung von Interesse sind, eingemessen und so in die Planwelt übertragen. Andererseits werden auch geplante Vorhaben in die Örtlichkeit übertragen und so sichtbar gemacht. Vermessung ist zumeist die Grundlage für viele Bauvorhaben. Aber auch in der Umwelt- und Ressourcenplanung, Luft-, Raum- und Seefahrt, Bauüberwachung und dem Finanzwesen sind Vermesser tätig.

Insofern sind die Hauptaufgaben eines Vermessers die Vermessung vor Ort und die Darstellung von Vermessungsergebnissen in entsprechenden Plänen.

Ausbildung zum Vermessungstechniker/in

Bei der Ausbildung zum/r Vermessungstechniker/in handelt es sich um eine moderne Ausbildung für einen modernen Beruf. Sie wird dual, also im Betrieb und der Berufsschule, absolviert und dauert drei Jahre.

Da es sich eher um einen Nischenberuf handelt, sind die Berufsschulen oft weiter entfernt.

Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, eine mittlere Reife mit guten Noten in Mathematik ist aber wünschenswert. Dazu sollte man auch Interesse an mathematischen Fragestellungen und an moderner Technik mitbringen.

Ende des ersten Lehrjahrs erfolgt eine Zwischenprüfung, deren Benotung aber nicht relevant für die Abschlussnote ist. Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen Teil sowie einer schriftlichen und mündlichen Prüfung.

Im Vermessungsbüro Alves werden Auszubildende auch in der Betreuung von Schulpraktikanten eingesetzt und es werden überbetriebliche Ausbildungsabschnitte eingebunden. Das Büro stellt alle relevanten Arbeitsmaterialien und -kleidung.

Studium des Vermessungswesens

Vermessungswesen kann man auch studieren, sowohl Bachelor als auch Master haben hervorragende Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.

Das Bachelorstudium dauert je nach Hochschule sechs bis sieben Semester. Neben den Fachthemen werden hier auch Physik, Mathematik, Recht und weitere Nachbardisziplinen des Ingenieurwesens behandelt. Den Abschluss bildet eine Praxisphase und eine Bachelorarbeit.

Im optional anschließenden Masterstudium werden Studienrichtungen gewählt, um die allgemeinen Inhalte des Bachelorstudiums gezielt zu vertiefen. Hier steht die Masterarbeit am Ende.

Die Studiengänge sind in der Regel recht klein und gut organisiert. Es werden allerhand Hilfsseminare angeboten um auch fehlendes Schulwissen aufzuholen und die Vorlesung effektiv nachzuarbeiten.

Duale und ausbildungsintegrierte Studiengänge werden durch die Landesverwaltung (LGLN) angeboten.